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NZ Schindelbach-Zollenreute e.V. Zollenreute

Ansprechpartner:
Andrea Sonntag
Geblisberg 5
88326 Aulendorf

Narrenruf: Zolli zolli - - Rugg rugg
weitere Infos: www.narrenzunft-zollenreute.de

Allgemeines

Allgemeines




 

Wir stellen uns vor:

Wo wir sind:

Die Narrenzunft Schindelbach-Zollenreute e.V. ist in der drei Kilometer von Aulendorf liegenden Gemeinde Zollenreute ansässig. Obwohl Zollenreute heute eine Teilgemeinde der Stadt Aulendorf ist, hat sie doch ein großes Stück Eigenständigkeit bewahrt.
Die Schussen und die Hühler Aach vereinen sich in unmittelbarer Nähe und geben dadurch dem Ort einen besonderen Reiz. Reiche Felder umgeben den freundlichen Ort, der trotz der in den letzten Jahren durch zwei Neubaugebiete stetig steigenden Bevölkerung seinen landwirtschaftlichen Charakter behalten hat.

Unsere Vereinsgeschichte:

Bis 1759 gehörte Schindelbach zur Landeshoheit der österreichischen Landvogtei in Altdorf. Im Ort stand einst eine Burg, in der die Herren von Gölfingen residierten. Sie besaßen den Ort teils als österreichisches Lehen, teils als Eigentum. Die Ruinen der Burg waren bis 1840 zu sehen.
Stets an Martini gewährten die Herren von Gölfingen den Untertanen - nach Abgabe des Zehnten - einen Tag der Freiheit. Dieser Tag wurde im Schussental genutzt, um freudig zu feiern.
Wie aus der Ortschronik zu erfahren ist, wurde der Ort Schindelbach im Jahre 1909 in Zollenreute umbenannt. Anlass dürfte gewesen sein, dass der Ort größer und bedeutender geworden war.

Nachdem im Jahr 1833 die lang ersehnte Festnahme des berüchtigten Räberhauptmannes Schwarzer Veri vermeldet werden konnte, wurde dieser ins Verließ des Ehinger Turms zu Biberach gesperrt. Dort kam er der Sage nach durch einen Blitzschlag ums Leben.
Im Ratsprotokoll vom selben Jahr schrieb der damalige Amtmann von Schindelbach, dass trotz der Festnahme und des Todes des Schwarzen Veri immer noch keine Ruhe in Schindelbach eingekehrt sei. So würden in den Wäldern um die Hueb und den Ranken sowie um die Schussen herum immer noch seltsame Gestalten gesichtet.
Und bald hieß es in aller Munde: "in Schindelbach da geistert´s wieder"

Diese Geschichten um Schindelbachgeister und "seltsame Gestalten in und um die Schussen" sind 1978  bei der Gründung unserer Narrenzunft aufgegriffen worden. Dadurch entstanden die beiden Maskentypen, der "Schindelbachgeist", kurz "Geist" und der "Schussennarr", auch liebevoll "Plätzler" genannt.


Die Masken:

Der Schindelbachgeist, abgekürzt einfach Geist, ist eine dämonische Gestalt, ein furchterregender Geselle mit dunklem Gesicht, hervorstehenden großen Eckzähnen und einem langen, zottigen Fell um die Schultern. Um den Hals trägt er eine Kette aus Schindeln und in der Hand hält er einen Sprungstock mit Astgabel, mit dem die Geister untereinander auch schon mal Machtkämpfe austragen.
Mit seiner dunkelgrün und braunen Farbgebung entspricht er ganz den Vorstellungen einer jener finsteren Waldgestalten, wie sie in den Sagen und Schauergeschichten beschrieben sind.
Der Geist tritt zumeist in größerer Gruppe auf und ist dort mit seiner ungezügelten Kraft und Energie nur schwer zu bändigen. Um die Gruppe zusammen zu halten, und dafür Sorge zu tragen, dass Streitigkeiten und Stockkämpfe untereinander glimpflich ausgehen, gibt es den Anführer der Gruppe, den "Wunibold". Neben seiner offensichtlichen Autorität gegenüber den anderen Geistern ist das herausragende Merkmal dieser Einzelgestalt zwei weiße große Hörner, die aus seiner Stirn heraustreten.
Damit die Gruppe beschäftigt ist und ihre unbändige Kraft in eine gezielte Richtung gelenkt werden kann, hat man auch schon beobachtet, wie der Wunibold akrobatische Kunststücke der Geistergruppe befehligt.

Der Schussennarr, auch Plätzler wegen seiner vielen "Plätzle" mit denen er über und über bedeckt ist, hingegen hat völlig andere Charakterzüge. Mit seinen glatten weichen Gesichtszügen und der liebevollen Ausstrahlung kann man ihn sich nur schwer als Schauergestalt vorstellen.
Obwohl auch bei ihm eine ungezügelte Kraft spürbar ist, so ist der Ursprung doch ein ganz anderer als beim Schindelbachgeist. Es ist eine wiedererwachende Kraft, ein erwartungsvoller Schaffensdrang, der geweckt wurde um Fröhlichkeit zu verbreiten und die Lust am Leben neu zu entfalten.
Wenn man ihn so mit seinen wohlklingenden Glocken und den weißen und blauen, am ganzen Körper verteilten Plätzle betrachtet, kann man sich sehr gut vorstellen, dass er das fließende Wasser der Schussen darstellt, welcher nach langem Winterschlaf wieder vom Eis befreit ist und munter vor sich hin plätschert.
Wenn man die Gruppe der Plätzler in ihrem Tanzreigen beobachtet, sieht man förmlich vor sich, wie sich das Wasser nach der Winterzeit auf das Wiedererwachen der Natur freut. Der Schussennarr hat soviel Energie in sich, dass seine Freundlichkeit und kraftvolle Lebensfreude auf vorübergehende Passanten überspringt, so dass auch diese bald mit in den Reigen einstimmen und beginnen, das Zollenreuter Narrenlied zu singen.