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Burgnarren Waldburg e.V. Waldburg

Ansprechpartner:
Uschi Büchele
Birkenweg 5
88289 Waldburg

Narrenruf: Etz Got's rund Dr Burgnarr kunnt
weitere Infos: www.burgnarren-waldburg.de

Häs und Maske

Häs und Maske

Das Häs des Burgnarren stellt einen Schalks- und Hofnarren aus dem Mitelalter dar. Die Hauptfarben grün und gelb sind die Farben der Gemeinde Walburg. Schwarz und gelb sind die Farben des Hauses Waldburg, deshalb ist auch Schwarz im Häs des Burgnarren zu finden. An den Ärmeln trägt der Burgnarr zwei schräge gelbe Streifen, welche an die Fensterläden der Burg erinnern sollen. Braun und blau fanden ebenfalls einzug in das Häs des Burgnarren, um das Bild abzurunden.

Zu einem echten Narren gehört natrülich auch der Narrenstock. Es sind zwei Formen bei den Waldburger "Burgnarren" gängig. Eine Pritsche mit der die Narren die Zuschauer necken können und die auch lärm machen kann und auch die Marotte. Die Marotte zeigt den Kopf des Burgnarren. Nach dem Motto: "Der Narr sieht sich selbst".  Bereits im Mittelalter trugen die Narren Marroten, die auf einem Stab angebrachte Narrenfiguren waren. Eine Marotte dürfen in Waldburg nur die Gründungsmitgieder, der 1. Zunftmeister und sein Stellvertreter tragen. Auch damit kann der Narr der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.

Auch die Narrenkappe ist ein sehr wichtiges Utensil eines Narren. In Waldburg hat die Narrekappe zwei Eselsohren. An einem Eselsohr befindet sich ein roter Ponpon und an der anderen Seite ein blauer Ponpon. Die Eselsohren sollten auf die Hörner des Teufels andeuten, denn ein Narr war jemand, der mit dem Teufel im Bunde stand.

Am Häs trägt der Burgnarr viele Glöckchen, vor allem am Zipfelkranz um den Hals. Diese Glöckchen sollten die Leute früher warnen, dass der Narr in der Nähe war. Der Narr war der einzige, der die Wahrheit sagen durfte und so hätte jedes Wort, dass der Narr weitergab auch das Todesurteil für einen Normalbürger bedeuten können. Deshalb war es sehr sinnvoll, dass der Narr mit den Glöckchen auf sich aufmerksam machte.

Früher waren Narren oft arme, behinderte Menschen, denen aufgrund ihrer Krankheit der Bund mit dem Teufel nachgesagt wurde. Die Waldburger Burgnarren lehnen sich allerdings nicht an diesen Menschen an. Sie lehnen sich an den Narren an, die mutig und mit viel Witz die Leute zum Lachen brachten, indem sie ihnen den Spiegel vorhielten. Auch diese Narren waren es, die die Fürsten und Könige mit der Wahrheit belasten durften. "Der einzige am Hof der die Wahrheit sagen durfte". Durch schlechte Angewohnheite (womit wir wieder bei Marotten wären) und durch die Fehler der Herrscher konnte man so diese auch wieder zum Lachen bringen.

Geschichtliches

Es ist zwar nicht anzunehmen, dass die Herren zu Waldburg sich eigens einen Hofnarren hielten, allerdings ist wohl anzunehmen, das diese sich doch gerne durch fahrende Spielleute, Possenreißer und Schalksnarren unterhalten durfte. Dazu kommt, dass die Burggründung in eine Zeit fällt, in der die ritterlich-höfische Kunst des Minnesags ihren Höhepunkt erlebte.

Der Verein

Der Verein

Seit dem 21. Juni 1994 sind die Burgnarren im Vereinsregister des Amtgerichtes Ravensburg als e.V. eingetragen.
Der zu Beginn gewählter Vereinsname "Narrenverein Waldburg e.V." wurde in der Hauptversammlung am 28.3.1998 durch eine Satzungsänderung in Narrenzunft Burgnarren Waldburg e.V. geändert.
Die Vorlage für eine Narrenfigur lieferte der ortsansässige Lehrer und Heimatkundler Hugo A. Kohler.

 

 

Besonderheiten

Besonderheiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schülerbefreiung und auch der Rathaussturm wurden in Waldburg vor der Gründung der Burgnarren schon lange Zeit von den Plätzlern übernommen. Die Plätzler kommen heute noch am bromigen Freitag nach Waldburg und so befreit man gemeinsam die Schülerinnen und Schüle (aber auch die Lehrerinnen und Lehrer) und danach wird unter der Federführung der Burgnarren das Rathaus gestürmt. Die Burgnarren hoffen, dass die Plätzler noch viele Jahre mit ihnen gemeinsam diesen Brauch begehen.

Das Bild zeigt den Zunftmeister von 2010 bei der Schülerbefreiung  mit dem Schlüssel der Waldburger Schule, einem Schlösslenarr (grün), einem kleinen Lauratalgeist und einem weißen Plätzler mit Schirm.

Waldburger Narrenmarsch

In Waldburg ist jetzt Fasenacht, da ist die Stimmung groß
da ist heut jeder auf de Füß in seiner bunten Hos.
So war es schon vor 100 Jahr in Waldburg stehts der Brauch,
drum wollen wir jetzt lustig sein, und rufen kräftig auch:

 

Refrain:
Etz gohts rund - etz gohts rund, dr Burgnarr der kunnt.
Etz gohts rund - etz gohts rund, dr Burgnarr der kunnt.
Etz gohts rund - etz gohts rund, dr Burgnarr der kunnt.
Etz gohts rund - etz gohts rund, dr Burgnarr der kunnt.

 

Einst lebten hier die Adelsleut, dort oben sehr gesund,
und manches brave Bäuerlein, musst schuften wie ein Hund.
So waren halt die Rittersleut, in Waldburg Tag und Nacht,
drum feiern wir jetzt Fasenacht, dass es so Richtig kracht!

 

Waldburga war ein Riesenweib, von 180 Pfund,
ihr Mann war Ritter Kunibrecht, im Grund ein armer Hund.
Doch jedes Jahr zur Fasenacht, war sie nicht mehr zu halten,
drum hat sie 16 Kinderlein, aber nicht von ihrem Alten!

 

 

Zunftmeister

1994 - 1997 Peter Rybarsch

1997 - 2001 Elmar Haller

2001 - 2005 Roland Konrad

seit 2005 Jürgen Hanser

seit 2015 Uschi Büchele

ANR-Freundschaftstreffen 2014

Vielen Dank allen Zünften am Brauchtumsabend für ihre Vorführungen und auch allen Teilnehmern am Umzug. Schee wars!