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NG Schwaaz`r Butz Unterschwarzach e.V. Unterschwarzach

Ansprechpartner:
Michaela Moos
Entenmoos 5
88410 Bad-Wurzach

Narrenruf: siesch dr Butz gucka - mit ra Zahlucka
weitere Infos: www.ng-unterschwarzach.de

Allgemeines

Die Narrengilde Schwaaz r Butz Unterschwarzach wurde im Februar 2000 gegründet. Neben dem Schwaaz r Butz gibt es noch den Gumpa Ma.

Die Narrengilde zählt heute an die Hundert Mitglieder. Der Narrensamen darf natürlich nicht fehlen.

Sage

Die Sage vom Schwarzacher Herr, seiner morgenländischen Sklavin und dem Ungeheuer im Schwindelsee

(Beschreibung des Oberamts Waldsee vom Jahr 1834)

Das Dorf Schwarzach war um 1200 n. Chr. ein kleiner ruhiger Ort im heutigen Oberschwaben. Die Bewohner waren einfache Bauersleute, zu jener Zeit auch „Grundholde“ genannt. Sie waren arme Leute und konnten sich keine neue Kleidung leisten, da sie Abgaben in Form von Nahrungsmittel an einen „Herrn von Schwarzach“, der als Ritter über Schwarzach herrschte, leisten mussten. War ein Kleidungsstück, das jeden Tag getragen wurde, zerrissen, wurden Flecken ( im Schwäbischen „ Butzen “ ) von Hand angenäht. Dies wurde sooft wiederholt, bis das Kleidungsstück nur noch aus Flecken bestand.

Der Herr von Schwarzach war ein sehr feiner Herr, sowohl in seiner Kleidung als auch in seinem Gemüt. Zu seiner Kennzeichnung, dass auch jeder Fremde wusste, wer er ist, trug er in seinem Wappen 3 Fische, und angeblich als Kopfbedeckung einen Hut mit einem Fisch darauf.

Das Schwarzacher Dorfleben war ein Normales, bis eines Tages der Herr von Schwarzach aus einem seiner Kreuzzüge eine orientalische Sklavin mit nach Schwarzach brachte.

In der Sage wird überliefert, dass die Grundholde über das Verhalten ihrer Herrschaft zu reden begannen, erst recht, als die Sklavin ein Kind vom Herrn erwartete. Als die Leute darüber böse sprachen, hat der Ritter von Schwarzach die Sklavin wieder ins Morgenland zurückgebracht. Das Kind aber mussten seine Gevolksleute in den Schwindelsee werfen, der sich laut Sage im Wurzacher Ried, Richtung Haidgau befand.

In diesem Schwindelsee hauste eine grausige Gestalt, die in der Gegend als „Hakenmann“ bekannt war. In diesen Schwindelsee schmissen nun die Getreuen des Ritters das Kind, kehrten ins Dorf zurück und waren fest der Annahme, das Richtige getan zu haben. Den ein oder anderen überkam aber dann doch das schlechte Gewissen und Scham, ja Schauder überkam jeden bei dem Gedanken, das kleine Kind dem Hakenmann überlassen zu haben. Es hieß, dass sich manch einer der Schwarzacher heimlich an den Schwindelsee begeben hat, aus Reue.

Dort hat manch einer das Fürchten gelernt. Man erzählte sich, dass das unschuldige Kind seit dieser grausamen Tat sein Unwesen in Form eines menschenähnlichen Ungetüm treibe. Seit dieser Zeit warnte eine Generation die Nachfolgende davor, diesen Ort des Schreckens aufzusuchen, indem sie die Sage vom „Herrn von Schwarzach“ weiter überlieferten.

Häsbeschreibung

Häsbeschreibung

Masken-/Häsbeschreibung des Schwaaz`r Butz und Gumpa Ma:

Die Maske stellt einen verarmten und von der vielen Arbeit gezeichneten ländlichen Bauern dar. Sie gibt es in 6 verschiedenen Variationen, wobei Mund- und Augenpartie immer ungefähr gleich ist. Die Masken werden von Ernst Bendel aus Haidgau geschnitzt, entworfen hat sie Herr Jürgen Hohl aus Eggmannsried.

Das Häs besteht aus verschiedenen Wollstoffen, die alle als Raute zugeordnet sind. Jede Raute ist in 4 verschiedenen Farben (rot, blau, grün, gelb) umstickt, so dass es optisch 4 verschiedene Häsvariationen gibt. Der Schwaaz`r Butz trägt einen breiten Gürtel mit verschieden großen Glocken dran, den Hinterkopf ziert ein Schwarzfuchsschwanz. Die Hände sind mit schwarzen Handschuhen, die Füße mit schwarzen Stiefeln bedeckt.

Die Figur sollte natürlich im Zusammenhang mit unserer Sage stehen. Dabei kristallisierte sich schnell heraus, das das Kind, das der Herr von Schwarzach in den Schwindelsee werfen lies, und dort als Ungetüm umherging, die zweite Häsgruppe bei der Narrengilde bilden sollte.

Die Maske ist bewusst dunkel gehalten, dass einfach die Düsterheit dieses Ungetümes zur Geltung kommt, ebenfalls unterstützt das schwarze Haidschnuckenfell diesen Eindruck. Der Schwindelsee widerspiegelt sich bei der Maske in Form des Fisches im Mund und der Schuppen an den Backen. Das Häs ist beweusst farblich an die Umgebung des Schwindelsees gehalten, der See selber wird nur in Form des Netzes dargestellt.

Im Netzt befindet sich das Wappen von Unterschwarzach (3 Fische) Die Bemalungen an den Ärmeln und Hosenbeinen sollen ebenfalls Pflanzen in der Umgebung des Sees (Wurzacher Ried) darstellen. Die Hände sind mit schwarzen Handschuhen bedeckt. Der Gumpa Ma trägt ebenfalls einen schwarzen Gürtel mit einer Tasche aus Stoff daran, zur aufbewahrung von Süßigkeiten.

Der Name der neuen Figur entstand aus dem Begriff Gumpen. Gumpen sind Vertiefungen in Seen und Bachläufen. Solche müssen im Schwindelsee vorhanden gewesen sein, denn das Ungetüm ist auch immer wieder untergetaucht