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Narrenzunft Scheidegg/Allgäu e.V. Scheidegg

Ansprechpartner:
Werner Höß
Postfach 1114
88172 Scheidegg

Narrenruf: D`Schoidegger a so - Hoppla ho
weitere Infos: www.nz-scheidegg.de

Allgemeines

Narrenruf: d´Schoidegger a so - hoppla ho

Gegründet: 1932 als Narrengesellschaft Isbäria

seit 1989 Narrenzunft Scheidegg/Allgäu e.V.

 

Masken

Masken

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Der Narrenbüttel, mit seiner etwas grimmig dreinschauenden Halbmaske aus Holz, trägt einen historischen Uniformrock aus blauem Tuch mit aufgesetzten Schulter-Epauletten, eine Uniformweste und lange weiße Hosen, sowie schwarze Stiefel. Als Kopfbedeckung eine Maskenkappe und einen historischen Uniformhut. Die weiteren Utensilien des Büttels sind der Säbel und die große Handglocke.

DerZunftrat verkörpert das Bürgertum. Die grüne Hose steht für die Allgäuer Wiesen und der braune Gehrock für die braunen Allgäuer Kühe und sollen der Verbindung zur Landwirtschaft aufzeigen. Das Laible- bäuerliches und bürgerliches Hästeil wurde gelb verfasnächtlicht. Die Schulterklappen am Gehrock wurden nach den Farben im Gemeindewappen gestaltet. Abgerundet ist das Häs mit einem schwarzen, bäuerlichen Hut mit farbigem Band und Fuchsschwanz.

Der Isbär ist eine Einzelgestalt und seit 1932 der Schirmherr der Scheidegger Fasnacht. Er erinnert an eine alte Sage, die sich im Rohrach nahe Scheidegg zugetragen haben soll: Damals sollen die Scheidegger angeblich einen Eisbär im Rohrach gesehen haben. Als Jäger ihn geschossen hatten und ihn triumphierend nach Scheidegg brachten, sagte ein Kind: "Des isch jo an Hund!".

Das neue Häs besteht aus rund 10000 rautenförmig zugeschnittenen Filzschindeln. Die Maskenhaube ist aus einem Schaffell gefertigt. Um das Becken trägt der Isbär einen Gurt mit silberfarbenen Schellen. Die handgeschnitzte Holzmaske zeigt einen grimmig dreinblickenden Isbären.

 Die beiden Bärentreiber haben sandfarbene Hosen mit rautenförmigen, in den Farben des Wappens Scheidegg-Scheffau gehaltenen Applikationen, die sich auch auf dem blauen Fuhrmannskittel und der Maskenhaube wiederholen. Über der Holzlarve sitzt ein breitrandiger schwarzer Hut, der wiederum mit den Rauten des Häses geschmückt ist. In der Hand hält der Bärentreiber eine in den Farben rot/weiß gehaltene Goißel um den Isbär bei Bedarf etwas zu bändigen.

Der Käsmolle ist eine bürgerliche Figur. Vorbild ist der Allgäuer Käser um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Die Maske vorn, das Bild einer gut gefütterten Allgäuer Kuh, hinten ein Käselaib. Die Jacke ist im bäuerlichen Stil, passend dazu eine verfasnachtliche braune Lederhose, die Farbe der Kühe. Die handgestrickten grün-weiß karierten Strümpfe weisen auf die grünen Wiesen im Allgäu hin. Die mit dem Ortsbild bestickte Schürze ein Utensil eines typischen Käsers. Das Schäffle war täglicher Gebrauchsgegenstand eines Käsers zum Milch schöpfen. Die Schelle eines Allgäuer Schumpen (Jungvieh), damit man hört wenn er sich verlaufen hat, jedoch die Schelle ist auch ein Narrenutensil. Das Halstuch als Schnäuztuch oder auch als Schweißtuch zu gebrauchen.

Jockele, der Name kommt nicht vom Vornamen Jockel, sondern vom lateinischen IOCULATOR, das soviel heißt bzw. bedeutet wie Spaßmacher oder Possenreißer. Das Scheidegger Jockele ist eine Schalksnarrenfigur. Einem Häs aus dem Gründungsjahr 1932 nachempfunden, das bei der Rathausrenovierung gefunden wurde. Jacke und Hose wechselseitig je eine Hälfte aus blauem und rotem Stoff genäht. Die Enden jeweils eingefasst mit ockerfarbenem im Dreikant geschnittenem Stoff und mit schwarzen Bordüren eingefasst. Die wuchtige Narrenkappe, nach vorne gezogen, aus rotem Stoff und blauer Einfassung. Der Schellengurt, als Bauchgurt, mit runden kupferfarbigen Schellen. In der Hand trägt das Jockele einen gedrehten Stock mit einer Schweinsblase. Die handgeschnitzte Holzlarve mit ihrem lustigen aber auch schelmischen Ausdruck und hochgezogenen Augenbrauen, das Maskencape aus ockerfarbenem Stoff mit angenähten Quasten aus grüner Wolle.

Der Schindlbuz hat seinen Namen von den Schindelartigen Plätzchen an seinem Häs, und ist auf die handwerkliche Tradition im Allgäu zurückzuführen. Die verschiedenen Häsfarben weiß, ocker, braun, blau, grün und rostrot, jeweils an den Abschlüssen mit rotem Filz eingefasst, wurden dem Wappen der Gemeinde Scheidegg-Scheffau entnommen. Die verschmitzt lächelnde Holzmaske soll einen lustigen Handwerksburschen der Schindelmacher-Zunft darstellen. Die auf dem Maskencape angebrachten 5 Wollkugeln in den Farben der Häser symbolisieren Blüten und weisen auf den kommenden Frühling hin. Der Fuchsschwanz weist auf die Schläue der Narren hin. In der Hand trägt der Schindelbuz einen Haselnussstock mit einer Saubloder und um die Brust einen Schellengurt, der in der Urfasnacht auch zum vertreiben der Geister gedacht war. Typisch für den lustigen Handwerksburschen ist auch das am Häs angebrachte gelbe Schnäuztuch.