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Ravensburger Schwarze Veri Zunft e.V. Ravensburg

Ansprechpartner:
Heike Neuner
Humpisstraße 12/1
88239 Wangen

Narrenruf: Kolba hoch - - Verio
weitere Infos: www.schwarzeVeriZunft.de

Geschichte Schwarze Veri Zunft

Geschichte Schwarze Veri Zunft

Am 15. Mai 1970 wurde die Ravensburger Schwarze Veri Zunft von Otto Lutz gegründet. Gleichzeitig wurde Otto Lutz zum 1. Zunftmeister gewählt. Im Oktober 1971 wurde die Schwarze Veri Zunft als Mitglied in den Alemannischen Narrenring aufgenommen.

Alljährlich finden während der Fasnetszeit über das Maskenabstauben, Maskenbefreien, das Narrenbaum setzen mit Henenrädle, Räuberbeutesammlen, Hemdglokerumzug, die Seelenmesse, Narrenverbrüderung, der große Narrensprung und das Fasnetsverbrennen in Ravensburg statt. Diese Einrichtung ist sehr beliebt bei den Bürgern und der Umlandbevölkerung. Dies beweißt der Andrang der Zuschauer, die begeistert oft über 70 Narrenzünfte und Musikgruppen mit Hallo durch die Straßen der Stadt begleiten.

Die Zunft besteht aus 3 Maskengruppen:

1. Schwarze Veri Räuber

2. Hexenlieseln vom Pfannenstiel

3. Ölschwang Papierkrattler

Hinzu komen noch die Veri Schalmeien und der Jugendgruppe, womit die Zunft auf mittlerweile nunmehr annähernd 1700 Mitglieder angewachesen ist.

Die Schwarze Veri Räuber

Die Schwarze Veri Räuber

Die Schwarze Veri Räuber bestehen aus Zwei Gruppen und zwar aus den Ur-Räubern ( namentlich bezeichnete Räuber der Schwarzen Veri Bande ) und den Zugelaufenen ( Lätschen Toni und Kitter Willy ). Letztere sind Masken, die in Massen auftreten.

Die Ur-Räuber bestehen aus dem Anführer der Bande, dem Schwarzen Veri, seinem Schatten, dem Schönen Fritz, sowie den Spießgesellen Kondeer, Sebastian Kellermann, Rosenberger, Fidelis Sohm der einäugige genannt, Urle, Roter Metzger und dem Bregenzer Seppel.

Die Räuberbräute und Gesparinnen: Frauen und Mädchen, die zur Räubergruppe kommen verkleiden sich als Räuberbräute und mimen bei den Narrensprüngen ihre historischen Vorgängerinnen.

Maske und Häs:

Die Masken sind aus Linden- oder Wermutskiefer geschnitzt und auf Lackbasis bemalt. An der Maske ist der Hut oder die Haube mit Druckknöpfen befestigt, an dem (der) eine Teilperücke angenäht ist. Auf dem Hut trägt der Räuber auf der rechten Seite einen Federstoß verschiedener Vogel- und Geflügelarten.

Der Räuber trägt über der Tuchweste und Hose aus strapazierfähigem Manchester eine kurze Jacke mit kleinem steifen Stehkragen. Die Jackenstoffe sind meist rot, beige oder grün. Am Revers auf der linken Seite wird der Maskenbändel angenäht.

In der Hand trägt der Räuber einen geschnitzten Knotenstock. Die Hände sind mit Handschuhen bekleidet.

Die Räuberbräute tragen Kleider, Jacken und Hauben nach historischen Vorbildern, überliefert durch Johann Baptist Pflug, Biberach.

Die Körbe, Taschen oder Beutel sind vielfältig und auf das Häs abgestimmt.

Maskenbestimmung:

Die Hästräger haben die Aufgabe die Zuschauer nach Räubermanier anzusprechen und Bekannten nach fastnächtlicher Art die Leviten zu verlesen.

Die Hexenliesel vom Pfannenstiel

Die Hexenliesel vom Pfannenstiel

Um 1350 lebte am Untertor in einer einsamen Tagelöhnerhütte, dem sogenannten Pfannenstiel, das Findelkind Liese.

Dieses Mädchen hütete Kinder, pflegte Kranke und war gerne bereit, alten Leuten zu helfen. Sie war schön von Gestalt und hatte zunächst sehr viele Freunde. Als sie aber einen Pestkranken aufnahm und ihn gesund pflegte, glaubten die Bürger, dass dies nicht mit rechten Dingen geschehen sei. Sie wurde als Hexe verschrien und aus der Stadt verbannt.

Im Walde beim Beeren pflücken hörte sie, wie die Raubritter von Ringgenburg und Schmalenegg einen Überfall auf die Stadt planten. Dies erzählte sie abends ihrem Freund, dem Obersten der Ravensburger Stadtgarde. Auch Freunden, denen sie begegnete, ließ sie dies wissen. Da die Bürger ängstlich waren, kam dieses Gerücht auch vor den Rat der Zünfte, der beschloß, die Liese im Frauentor einsperren zu lassen. Der Angriff auf die Stadt erfolgte, wurde aber von der Stadtgarde erfolgreich abgeschlagen. Durch die Fürsprache des Gardeoberst wurde die Liese rehabilitiert.

Die im Frauentor eingesperrte Hexenliese wurde auf Ehrenwort von dem Wärter Johann Zwick zur Pflege der Verwundeten aus ihrem Verlies gelassen. Der gute Johann Zwick kam dadurch arg in Bedrängnis, als die Hexenliese vorgeführt werden sollte, aber nicht in ihrer Zelle war. Jedoch der Zufall kam ihm zur Hilfe, denn die Hexenliese kam im rechten Moment zurück.

Heinrich Maienberger, Bürgermeister von Ravensburg, hatte ein offenes Ohr für die guten Taten dieser Frau und in einer Feierstunde wurde sie zur Oberstkönigin gekürt, mit den Worten:

"Bewahr´und Gott und unsere Liebe Frau von Hunger, Pest, Krieg zu jeder Zeit."

Die Hexenliese wird so dargestellt, wie die braven Bürger sie wohl gerne gesehen hätten.

Häs und Maske der Hexenliesel:

Die Masken sind holzgeschnitzt. Die geflochtenen Bastzöpfe und das orangefarbene Maskentuch sind an der Maske angenäht.
Der Maskenbändel ist an der Linken Seite des Maskentuchs festgenäht.

Das Häs besteht aus einer baumwollbesetzten knielangen Unterhose, einem grün angesetzten Unterrock, einem violetten Rupfenrock, dessen Saum ausgefranst ist. Am Rupfenrock ist die schwarze Samtjacke angenäht, die Ärmel sind in Schinkenform geschnitten. Auf der orangenfarbenen Leinenschürze befindet sich in der rechten unteren Ecke eine Kreuzspinne mit Netz. Die Strümpfe sind in den Häsgrundfarben geringelt; dazu werden schwarze, lederbesohlte Filzhausschuhe getragen. In der Hand hält die Hexenliesel einen Birkenreisbesen mit ungeschältem Stiel. Auch hier dürfen die schwarzen Handschuhe nicht fehlen.

Maskenbestimmung:

Die Hexenliesel ist zu allen Späßen bereit. Sie macht turnerische Übungen wie z.B. Überschläge, springt mit dem Besen und spielt mit den Zuschauern.

Weitere Informationen gibt es auf http://www.hexenliesel-ravensburg.de/

Die Ölschwang Papierkrattler

Die Ölschwang Papierkrattler

Ravensburg war früher eine alte Handelsstadt, die über einen ältesten fasnächtliches Brauchtums Nachweis verfügen. Das älteste Dokument ist aus dem Jahre 1353.

Auf die Kunst des Papiermachens verstand man sich in Ravensburg schon früh. Der Ölschwang, einstiger Platz, an dem die Papiermühlen standen, war auch der Ort an dem die Idee des Papierkrattlers geboren wurde. Ravensburg war eine alte Handelsstadt.


Um die Weihnachtszeit , trafen sich Hans Mayer (in Ravensburg als Kasperle Mayer bekannt)

und Otto Lutz (ehemaliger Zunftmeister der Schwarzen Veri Zunft) wie so oft in der Sache „ Alte Ravensburger Fasnet“. Familie Mayer wohnte damals in der Holbeinstraße, nahe einer ehemaligen Papiermühle und der Kiesgrube. Dieser Stadtteil wird Ölschwang genannt. Neben der Hexenliesel vom Pfannenstiel und der Räubergruppe (dies sind zwei weitere Gruppen der Schwarzen Veri Zunft) sollte ein fröhliches, lustiges Mäschkerle entstehen. Lust am Spiel sollte es haben, Verse sollte es aufsagen (Narrenjustiz), ein Schelm sollte es sein. Beziehungen zur Kiesgrube wie zum Beispiel „Kiesgruabadäde“ und „Mehlsack-jockele“ wurden entworfen und dann wieder verworfen. Der geschichtliche Bezug fehlte! Im Mittelalter sah man öfters Handwerkergesellen in lustiger Aufmachung Fasnet treiben. Die Papiermacher prägten über einen langen Zeitraum den Handel der Stadt, so könnte doch ein stolzer Papiermacherknecht während der Fasnet durch die Straßen gezogen sein ; stolz, fröhlich, lustig, und gut aufgelegt,..

Das Häs

In einem Häs. Von Otto Lutz entworfen und Eri Hansmann geschneidert sagt heute unser Ölschwang Papierkrattler Verse auf, durch seine Rollen (Schellen-, Glockengürtel wird um den Körper getragen) ist er gut hörbar und mit der Streckschere treibt er seinen Spaß.

An der rechten Seite hängt eine Rupfentasche , auf der das Wappen der Stadt Ravensburg oder das Papiermacherzeichen aufgemalt ist. Die Hände müssen mit schwarzen Handschuhen bedeckt sein. Als Schuhwerk sollten es schwarze Knöchelhohe Stiefel sein. Das Häs selber ist ein Ein- oder ein Zweiteiler bestehend aus zwei Farben, es gibt die Farben Rot (Grundfarbe) mit Grünen Stoffspiralen, Grün (Grundfarbe) mit Roten Stoffspiralen. Blau (Grundfarbe) mit Roten Stoffspiralen, die Stoffspiralen sind mit einem gelben Faden aneinandergekoppelt.

Das Gesicht (Maske) ist holzgeschnitzte. Die Zipfelmütze eine mit Pelz besetzte und gezipfelte Mütze in den jeweiligen Farben.


Der Papierkrattler sollte einen Papier-Müllersknecht dar stellen der verrückt und stolz ist ( im Schwäbischen sagte man kratteln dazu).

Maskenbestimmung: Der Krattler soll in Gruppen auftreten, das Hüpfen im Rhythmus des Narrenmarsches soll zum Tanzen und Springen auffordern. Mit der langen Schere kann er sich die Hüte oder andere Gegenstände aus der Menge der Zuschauer holen. Das Konfetti wird unter die Zuschauer gestreut, während die Kinder oder sehr gut bekannte Personen mit einem Bonbon bedacht werden. Seine Hauptaufgabe ist es, das Publikum durch Ohrenflüsterei und Späße zum Lachen zu bringen.


(Häs) ist ein schwäbisches Wort für Kleidung.

(Rupfentasche) besteht aus dem Material wo man Kartoffeln aufbewahrt hat.

(Mäschkerle) ist eine Fasnetsfigur

Die Veri Schalmeien

Die Veri Schalmeien Dem Bestreben der jungen Ravensburger Zunft, eine eigene Fasnetsmusik den drei Maskengruppen zu gründen, um das Zunftbild abzurunden, kam Erich Lange sen. Sehr entgegen. Er bestellte ohne Sicherheit die Instrumente für die neuzubildende Schalmeienkapelle und vertraute blind auf das Wort der Zunft.


Die Schalmeienkapelle der Bechlesfischer aus Fischbach übernahm die Patenschaft und Ausbildung der jungen Schalmeienspieler.


Nach dem ersten Maskenabstauben 1971 stand fest, dass diese Art der Fasnetsmusik Zukunft hatte. Drei Jahre ging der Erfolgskurs steil in die Höhe, führte aber gleichzeitig weg von den Bestrebungen der Zunft. 1975 trennte sich die Zunft von der Schalmeiengruppe, die in der Zwischenzeit gegen Entgeld aufgetreten war, ohne sich mit der Zunft abgesprochen zu haben und dadurch die Gemeinnützigkeit der Zunft in Frage stellte. 1976 sprang der Fanfarenzug des Schützenvereins Weißenau die Bresche, um die entstandene Lücke zu füllen.


1977 wurden die jüngsten Gruppenmitglieder mit den alten verbliebenen Instrumenten und Uniformen ausgerüstet und eine neue Schalmeienkapelle wurde gegründet, die im Sinne der Zunft musiziert. Langsam aber sicher erreichten die jungen Spieler das gesteckte Ziel. Heute sind die Veri Schalmeien ein fester Bestandteil der Zunft.


Das geschlossene Auftreten mit eigenen Melodien, die oft kopier werden, zeugen davon, dass Schalmeienmusik eine echte Fasnetsmusik geworden ist. Markant ist die Uniform: Grüne Hemden mit rostfarbenen Westen, schwarze Stiefelhosen, auf dem Kopf der typische Zunfthut. So verrät diese Gruppe ihre Zunftzugehörigkeit.


Das Schalmeienspiel ist in unserem Einzugsgebiet so begehrt, dass das ganze Jahr geprobt und bei vielen Vereinsanlässen aufgespielt wird.

Die Jugendgruppe der

Die Jugendgruppe der

Jugendgeschichte „Young Table“

Es war im Herbst 2001, als sich die damaligen Zunftvögte, Andreas Rogg, Andrea Zembrodt, Brigitte Müller und Karl Jürgen Güter mal wieder Gedanken über die Jugend der Zunft machten. Es waren zwar schon früher Versuche in Richtung Jugendarbeit unternommen worden, aber diese Jugendgruppen wurden meist innerhalb der einzelnen Maskengruppen gegründet.

Das Besondere an dieser „neuen“ Jugend sollte sein, dass sie die Jugendlichen aus allen Gruppen der Zunft zusammenbringen sollte. Als erstes musste natürlich ein Name für die Jugend der Zunft gefunden werden. Nach mehreren Treffen und vielen mehr oder weniger sinnvollen Vorschlägen, einigte man sich auf Young Table.

Ebenfalls wurde noch im Herbst eine kleine Jugendführung, bestehend aus 1. und 2. Jugendsprecher, Kassierer und Schriftführer, gewählt.Diese machte sich sofort, mit tatkräftiger Unterstützung der Zunftvögte, daran ein erstes Young Table Zeltlager für das kommende Jahr zu organisieren. So kam es dass sich Ende Juni 2002 ein bunt gemischter Haufen auf den Weg nach Sigmaringen machte. In den Jahren darauf wurden viele verschiedene Aktivitäten unternommen.

Darunter waren Grillnachmittage, Ausflüge, weitere Zeltlageraufenthalte (u.a. am Lago Maggiore), Hüttenaufenthalte (traditionell vor Weihnachten), und und und………. Eine große Aufgabe, die sich die Jugend stellte, war die Ausarbeitung einer eigenen Jugendordnung. Diese wurde bis 2003 fertig gestellt und im gleichen Jahr der Mitgliederversammlung der Zunft zur Abstimmung vorgelegt.

Der Jugendordnung und den damit verbundenen Satzungsänderungen wurde bei der Mitgliedersammlung zugestimmt, sodass der Young Table seit 2003 fest in der Satzung der Zunft verankert ist.  

Seit dem besteht die Jugendführung offiziell aus :

- Vereinsjugendsprecher
- Vereinsjugendkassier
- Vereinsjugendschriftführer
- Vertreter der Hexengruppe
- Vertreter der Krattlergruppe
- Vertreter der Räubergruppe
- Vertreter der Schalmeien

Der Ravensburger Butzhansel

Der Ravensburger Butzhansel
 Ein rückläufiger Brauch ist das "Strählen", "Schnurren", "Aufsagen" oder "Welschen", d.h., der Narr spricht den unvermummten Mitbürger (den "Gestrählten") auf der Straße oder im Gasthaus, ggf. mit verstellter Stimme, an und kann diesem hinter der Maske ohne Rücksicht auf die soziale Stellung des Angesprochenen unverhohlen und geradeheraus die Meinung sagen, ihn rügen (Rügerecht des Narren), ihn mit der Kenntnis der einen oder anderen Begebenheit überraschen oder einfach Unsinn reden. Das Gesagte sollte allerdings niemals verletzend oder gar ehrenrührig sein.


Mit dem Ravensburger Butzhansel wurde eine Narrenfigur geschaffen, die diesen alten Brauch des Strählens in der Ravensburger Stadtfasnet präsentieren und leben soll.

Daher sind dem Ravensburger Butzhansel enge Grenzen in seinem Verhalten und seinem räumlichen Bewegungsrahmen gesetzt worden. Alle vergebenen Butzhansel befinden sich im Eigentum der Ravensburger Schwarze Veri Zunft e.V.


Der Ravensburger Butzhansel wird sich nur innerhalb der Ravensburger Stadtmauern bewegen (siehe Anhang Bannmeilenkarte). Er wird weder an einem Umzug teilnehmen noch ist es den Trägern erlaubt, das Häs außerhalb von Ravensburg zu tragen bzw. zu präsentieren.

Zeitlich wird die Gruppe vom Fasnetsmittwoch bis zum darauf folgenden Fasnetsdienstag in der Zeit von morgens 08:00 Uhr bis längstens um Mitternacht unterwegs sein.

Hierzu wurde der Gruppe durch die Stadt, der auf dem Ravensburger Gespinstmarkt stehende  „Treppenturm vom alten Theater„ zur Verfügung gestellt. In diesen Turm können die Hästräger unerkannt eintreten sich umhäsen und dann als Butzhansel zum Strählen in die Ravensburger Innenstadt starten. Als besonderes Merkmal gilt eine Laterne, die vor dem Treppenturm steht. Immer wenn mindestens einer der Butzhansel in der Stadt unterwegs ist, wird diese Laterne brennen. Wenn der letzte der Gruppe wieder im Turm eingetreten ist wird diese Laterne gelöscht, so dass die Bürgerschaft sich jederzeit informieren kann ob Butzhansel in Ravensburg unterwegs sind.

Die Maske muss während des ganzen Auftritts getragen werden, so dass der Hästräger niemals erkannt werden kann.

Als Fasnetsinstrument tragen die Butzhansel die Saubloadragoisel mit gedrehtem mittellangem Stiel. Die Anzahl der Bloadra, kann je nach Gusto von 2 bis 3 Stück am Stecken angebracht werden ( Beschreibung siehe Anhang ). Die Saublodragoißl dient nicht nur um Zielpersonen zu Necken und vorwitzige Kinder auf Distanz zu halten. So wird sie vielmehr benützt um auf der Gasse den „zu Strählenden“ zum Innehalten aufzufordern. Mit einem gekonnten, raschen Hieb der Saublodragoißl vor die Füße der Person bleibt diese infolge der Überraschung stehen. Dieses kurze Erstaunen nützt der Butzhansel und nähert sich in schelmischer Weise und versucht diesen Menschen in seinen Bann zu ziehen.

Desweitern trägt der Butzhansel ein sogenanntes Beutelbuch.

In diesem bewahrt der Butzhansel seine aktuellen Fasnetssprüche auf auch dient dieses Beutelbuch als Bonboniere um besonders schlagfertige Mitbürger und Kinder belohnen zu können. Ein weiterer besonderer Inhalt ist das so genannten Narrenzeugnis. Hier lässt sich der Butzhansel bestätigen, dass sein Auftreten in den jeweiligen Räumlichkeiten stets einwandfrei und närrisch lustig war.