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Narrengilde Otterswang e.V. Otterswang

Ansprechpartner:
Brigitte Laux
Kapellenweg 5
88427 Bad Schussenried

Narrenruf: Otterswanger - Groddafanger
weitere Infos: www.ngotterswang.de

Unsere Masken

Unsere Masken

Geschichte und Entstehung

Geschichte und Entstehung der Groddafanger

Die Narrengilde Otterswang wurde 1981 auf Initiative des 2007 verstorbenen Pfarrers Dr. Otto Beck gegründet. Er wollte das heimische Brauchtum Fasnet auch in seiner Pfarrgemeinde pflegen.

In Anlehnung an den Necknamen für die Otterswanger Bevölkerung schlechthin entstand so, zunächst als Einzelhäs, der Otterswanger Groddafanger. Die Idee und das Häs fanden Anklang im kleinen Otterswang und führte zur Gründung der Narrengilde Otterswanger Groddafanger e.V.

Mit Hilfe von Jürgen Hohl wurde aus der Einzelfigur das Groddafanger Paar entworfen und umgesetzt. An den so enstandenen Figuren und Häsern wurde bis heute nichts verändert.

Das Häs des Groddafangers orientiert sich an den um 1800 gängigen ortsüblichen Bauerntrachten. Die überfreundliche Maske mit den ausgeprägten roten Wangen wird gerne mit "barocker Gesichtslandschaft" umschrieben.

Obwohl das Häs als Weißnarr konzipiert ist wird der Charakter der Figur als bruddliger Kleinbauer angelegt: arm und verhärmt, maulfaul, grandlig und einfältig. Gut gelaunt und zeitweilig auch geschwätzig trifft man ihn dann, wenn er das schwerverdiente Geld im Wirtshaus ausgeben kann: beim einen oder anderen Schnäpsle taut er auf und erzählt von seinem beschwerlichen Tun im Moor und Sumpf…

Diese Widerspüchlichkeit in einer Figur macht das Häs interessant und erlaubt dem Träger vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten beim Umgang mit dem Publikum.

Das Weible vom Groddafanger ist bieder und rechtschaffen und sorgt sich tagtäglich um Haus und Hof. Wenn das Geld allerdings nicht fließt,  kann es schnell bärbeißig werden und dann ist es vorbei mit der Harmonie. Wie ihr Mann braucht sie dann ein Schnäpsle, daher trifft man die beiden meist in trauter Zweisamkeit im Wirtshaus wieder!

Übrigens: tatsächlich wurden früher von der armen Bevölkerung Grodda, also diese besondere Gattung heimischer Frösche, gesammelt und ans Kloster in Bad Schussenried verkauft, wo diese als Delikatesse auf die Tafel kamen.

Narrenspruch der Kinder:     

„Dronta in dem feichta Grond

frosched Grodda, fett ond rond.

Groddafanger mit deim Netz,

bring ons schnell dia Grodda jetz !“             

Geschichte und Entstehung der Firbre

Die Figur der Firbre enstand bereits parallel zum Groddafanger, war allerdings gänzlich anderst konzipiert und hätte ursprünglich als Gilderatshäs dienen sollen. Allerdings stellte sich die Gilde unter einem Firber alles andere als einen herausgeputzten Edelmann vor, vielmehr eine billige Hilfskraft, die sich ihren Lohn von Haus zu Haus verdienen muß. So entstand die Idee zur Figur Firbre. Abgeleitet vom urschwäbischen Wort firben für kehren, fegen, wischen wurde der Begriff des Firbers ebenfalls um 1800 geprägt. Damals kamen um  den Barbaratag Helfer auf die Gehöfte um vor dem bevorstehenden Winter nochmal ordentlich aufzuräumen: Unrat mußte beseitigt, Ungeziefer bekämpft werden. Erst wenn alles sauber und ordentlich war konnte man sich auf die besinnliche Adventszeit und Weihnachten einstellen.

Das Häs wurde von der Gilde selbst entworfen und umgesetzt, die Maske entstand unter der Regie des langjährigen Maskenschnitzers der Gilde, Reinhold Schäle.

Zu Klatsch und Tratsch neigend ist die Firbre hinterhältig und verschlagen. In erster Linie arbeitet sie zu ihrem Vorteil, da weder ihr Einkommen noch ihre soziale Stellung ein gesichertes Leben gewähren können. Ihre Boshaftigkeit gegenüber anderen spiegelt jedoch nur ihre innere Unzufriedenheit wieder.

Bei der Arbeit ist sie faul und nachlässig, doch da sie es versteht den  Leuten Honig um den Mund zu schmieren findet sie immer wieder eine Anstellung.

Zur Integration der Figur in die Narrengilde Otterswanger Groddafanger im  Jahre 2006 wurde die Firbre bei einer Brauchtumsaufführung als lediges Kind einer Verwandten des Groddafanger dargestellt. Sie kommt dabei, wie es früher üblich war, als Kindsersatz zu Groddafanger Male und Weible ins Haus und soll dort als Mädchen für alles wirken. Innerhalb kurzer Zeit zeigt sie jedoch ihren wahren Charakter und übernimmt die Regie im Haus. Schliesslich wird sie eines Tages die Erbin sein.