Inhalt von ANR-Organisation:
Präsidium
Mitglieder
Jugend
Brauchtumsausschuß
Medienausschuß
Ordenskapitel
Narrenbüttel	
Inhalt von Wissenswertes:
Narrenbuch
GEMA
Links	
Inhalt von Presse-Echo:
Zeitungsartikel
Pressemappe
aktuelle Anzeige: ALLGEMEINES -> MITGLIEDER -> VEREINSDETAILS

Karnevalsges.-Narrenzunft Ochsenhausen e.V. Ochsenhausen

Ansprechpartner:
Stefan Müller
Kreuzhalde 35/1
88416 Ochsenhausen

Narrenruf: Ohu Ohu
weitere Infos: www.kg-nzochsenhausen.de

Allgemeines/Chronik

Allgemeines/Chronik

Unsere Fasnetsgeschichte

Der älteste urkundliche Nachweis der Fasnet in Kuhhausen (Ochsenhausen) ist ein Verbot derselben. In einer klösterlichen Schrift aus dem Jahr 1616 ist nachzulesen: „Die Fasnachtsnarren mit ihren Rösslen, Gaukelwerk, Reimen und Planetenlesen sollen abgeschafft sein; am eschrigen Mittwochen alle Fasnachtspiel und Kurzweil verboten, am weißen Sonntag keine Funkenfeuer brennen.“Felix Michelberger, Oberlehrer in Ochsenhausen und Komponist des dortigen Narrenliedes, entdeckte dieses Verbot von 1616 in dem Buch von Anton Birlinger „Aus Schwaben“. Michelberger illustrierte 1938 das klösterliche Verbot, das der Autor Birlinger seinerseits dem Werk „Eggman’s Illertal“ entnommen hatte.

Im Jahre 1903 versuchte »das Narrencomitee« nach »langer Zeit eine größere Fastnacht-Aufführung« zu Stande zu bringen. Es wurde ein Umzug organisiert, unter dem Motto „Des Welt-Circus Wulf aus Amerika“. Im Anschluss an den Umzug kamen laut »Cirkus-Direktion« im »Posthofe Ochsenhausens« verschiedene Programmnummern zur Aufführung. Das »Narrencomitee« bestand aus 10 Personen mit den heute noch bekannten Familiennamen wie zum Beispiel Baumann zur „Bierhalle“, Eh, Föhr, Huchler, Mundbrod, Schmid, Unold, Wiest zum „Schloß“, Wohnhaas und Pinens. Im Kreisarchiv in Biberach kann man den hiesigen Rottumboten einsehen. Es wurden Artikel und Anzeigen gefunden, die beweisen, dass um 1900 herum die „fünfte Jahreszeit“ ihren festen Platz im Geschehen des „Marktfleckens“ Ochsenhausens hatte.

So kann man also ruhigen Gewissens behaupten, dass die Fasnet in Ochsenhausen ab 1903 organisiert worden war. Wurde „Karneval“ von behördlicher Seite aus nicht verboten, feierten die Ochsenhauser nach mündlicher Überlieferung auch in den folgenden Jahren ihren Karneval. Die oft schlechte Wirtschaftliche Lage und später der Erste Weltkrieg ließen jedoch nur„Kappenabende“ in den verschiedenen Wirtschaften zu. Ein großer Umzug mit den dazugehörenden Feierlichkeiten wurde 1909 veranstaltet. In Anlehnung an die damals aktuelle „Kolonialzeit“ zog ein Umzug unter dem Motto „Einzug unserer schwarzen Landsleute in den Seeplatz Kuhhausen“ durch den Marktflecken Ochsenhausens. Nachdem im Herbst 1927 mehrere Zusammenkünfte stattfanden und man viele Rücksprachen mit der Großen Karnevalgesellschaft Ulm hatte, sie stellte sich als „Pate“ zur Verfügung, forderte man zum wiederholten Male den Veranstalter des Umzuges von 1909- Apotheker Sartorius auf, die Gründung der »Carnevalsgesellschaft« in die Hand zu nehmen – Er wurde gebeten, die nötigen Schritte zu tätigen. Am 28. Nov. 1927 rief Wilhelm Sartorius zusammen mit „umtriebigen“ Geschäftsleuten in Ochsenhausen eine Karnevalgesellschaft ins Leben. Der aus Gießen stammende Vereinsgründer konnte sich wie es hieß, „mit dem Fastnachtstreiben hier zu Lande nicht so recht anfreunden. Er war die federführende Kraft, die es immer wieder verstand, die Fastnacht in geordnete Bahnen zu lenken.“  Allerdings musste man sich 1928 mit Veranstaltungen im „Adler“ und „Postsaal“ begnügen, da die neue Turn- und Festhalle noch nicht fertig gestellt war. Es erschien eine Narrenzeitung, die einen bedeutenden Geldbetrag einbrachte. Auch die bestehenden, behördlichen Bestimmungen ließen es bedenklich erscheinen, eine größere Veranstaltung abzuhalten. Trotzdem fasste man den Entschluss, einen Umzug zu veranstalten. Mit Hilfe des Schultheißen August Eh und durch oberamtliche  Fürsprache mit der Begründung, dass unsere Umzüge schon in die Zeit des Klosters zurückreichen würden und somit »historisch« begründet seien, wurde der Umzug 1928 samt der Narrenzeitung ein voller Erfolg.  In den Reihen dieser Karnevalgesellschaft, die sich der schwäbisch-alemannischen Fasnet verbunden fühlte, wurde 1970 der Entschluss gefasst, eine Narrenzunft zu gründen. Außerdem wollten die Narren dem Alemannischen Narrenring beitreten, um das heimatliche Fasnetsbrauchtum möglichst unverfälscht weiter zu pflegen. Somit wurde also in den Jahren 1970 bis 1971 unsere Narrenzunft geboren. Seither findet immer am Rueßigen Freitag der weitbekannte Kuhhauser Nachtumzug statt. Zu dem Rankenweible und dem Roale gesellte sich 1986 der Sterngucker (mehr dazu unter Rubrik Narrenzunft).

Alle zusammen bilden eine harmonische Ergänzung zwischen Karneval und Fasnet. Gemeinsam pflegen sie heimatliches Brauchtum und haben dazu beigetragen, dass Ochsenhausen zu einer Fasnetshochburg im oberschwäbischen Raum geworden ist, die aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken ist.

Prunksitzungen

Prunksitzungen

Jedes Jahr finden in "Kuhhausen" drei Prunksitzungen statt, sowie eine Sitzung für Senioren. Geboten wird ein buntes und abwechslungsreiches Programm aus Tänzen, Bütten, Gesangsnummern sowie Sketchen über die örtliche Kommunalpolitik. Danach darf getanzt werden bis der Hahn kräht. Die Termine der Sitzungen sind immer gleich. Die 1. Große Prunksitzung findet am Samstag vor dem Gompigen Donnerstag statt. Die 2. Große Prunksitzung am Gomigen Donnerstag und die 3. Große Prunksitzung am Fasnets-Samstag. Beginn ist jeweils um 19.11 Uhr.

Die Sitzung für Senioren wird als vollwertige Hauptprobe durchgeführt und findet am Donnerstag vor der 1. Sitzung statt. Beginn ist um 19 Uhr.

 

Kinderfasnet

Kinderfasnet

Viele verbinden den Ausspruch "Fasnetshochburg Ochsenhausen" mit dem alljährlich stattfindenden Nachtumzug am Rueßigen Freitag oder mit den Prunksitzungen die in Ochsenhausen abgehalten werden. Wir wissen jedoch genau, dieser Ausspruch gilt ebenso für unseren Nachwuchs! Dieser präsentiert sich jedes Jahr bei der Rathausstürmung am Gomigen Donnerstag sowie am Rosenmontag bei der Kinderprunksitzung. Einzug des Hofstaates, Eröffnungsreden des Kinderprinzenpaares sowie des Kinderpäsidenten, Bütten, Sketche, Tänze und vieles Mehr, wie bie einer Erwachsenensitzung jedoch von Kindern FÜR Kinder!

Immer am Gompigen Donnerstag zieht einkleiner Umzug vom Busbahnhof zum Rahtaus um den Bürgermeister samt seinen Bediensteten in den dringend benötigten Fasnetsurlaub zu schicken und so das Rathaus zu befreien.

Die KG-NZO stellt mit hunderten von Fasnetsküchla die Versorung und Moral der der Kinderschar sicher, so dass diese ihren Forderungen genügend Nachdruck verleihen können. Gegenwehr, wäre ein aussichtloses Unterfangen....

Nachtumzug

Nachtumzug Seit der offiziellen Gründung der KGO im Jahr 1928 (und auch schon davor), wurden in Kuhhausen organisierte Umzüge abgehalten. Absolutes Neuland betrat unser Verein jedoch mit dem ersten Nachtumzug im Jahr 1971.
Seither findet immer am "Rußigen Freitag" unser Nachtumzug statt. Wagen- und Fußgruppen, Maskenträger und viele Klangkörper gestalten einen abwechslungsreichen Zug durch die Innenstadt. Durch die bunte Beleuchtung der Häuserfassaden sowie die vielen geöffneten Wirtschaften, Zelte und Stände kann der Nachtumzug mit seinem ganz eigenen Flair begeistern.
Besuchen Sie die "Nacht der Nächte" in Kuhhausen!


Roale

Roale

Der Roale hingegen ist eine Art Schutzgeist. Von ihm wird berichtet, dass er im Jahre 1633 das erste Mal in Erscheinung getreten sein soll, das ist die Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Der Chronik nach besuchte im Januar 1633 der neue Abt Wunibald inkognito Ochsenhausen, um nach dem Rechten zu sehen. Er fand das Kloster in einem weit elenderen Zustand, als er es nach den eingegangenen Berichten wusste. Er übernachtete im Konventgebäude des Klosters mit seinen Mitbrüdern Roman, Isaias, Lanfrank und Kolumban, wo er, wie sie, den harten Boden als Nachtlager hatte. Kurz nach Mitternacht brachen 80 schwedische Soldaten das eiserne Gitter neben der Klosterpforte auf, stiegen zum Fenster ein und erfüllten die heiligen Mauern mit einem solchen Tumult, dass die fünf Mönche kaum zu atmen wagten. Mit jedem Atemzug erwarteten sie das Zerbersten der Zimmertür und den unvermeidlichen Tod von der Hand der Räuber. Nur das stille Gebet blieb ihnen. Doch da erschien in ihrer Not der „Roale“ und schützte die fünf offensichtlich vor den Schweden. Denn sooft sich ein Soldat der Tür näherte, hinter der sich die Mönche befanden, schien ihn eine geheimnisvolle Gewalt ebenso schnell wieder von dieser Tür zu entfernen. Die Fünft aber kamen Dank der Rettung durch den „Roale“ mit dem Schrecken davon.

Rankenweible

Rankenweible

Rankenweible (Ranken=Kurve)

Dieses Rankenweible geht auf eine Sage zurück, nach der sich im Wald an einer Kurve der Rottumer Straße ein böser Geist in Form eines alten Weibes herumtrieb. Dieser Sage nach gingen eines Tages zwei Männer durch den Wald in Richtung Rottum. Es dämmerte schon, als sie sich dem bewussten Ranken näherten. Dort sprang plötzlich eine Frauengestalt einem der Männer auf den Rücken. Sie wurde mit jedem Schritt schwerer, bis zuletzt die Last den Wanderer zu Boden drückte. Danach verschwand das Wesen mit lautem Gelächter. Der zweite Wanderer konnte sich währenddessen nicht von der Stelle rühren. Ähnlich soll es auch oft Fuhrleuten ergangen sein. Unter höhnischem Lachen wurden diese von der Waldfrau vom Kutschbock gestoßen. Auch andere wurden noch oft vom Rankenweible, wie der Geist bald genannt wurde, geplagt und in Angst und Schrecken versetzt.

Sterngucker

Sterngucker

Die einsamen Sterngucker und Astrologen früherer Zeiten waren den gläubigen Klosterbrüdern ein rechter Dorn im Auge. Oft genug gelang es den Sternguckern erfolgreich, mit ihren bescheidenen Mitteln den Sternen ein wenig von ihrem Geheimnis zu entreißen. Aber noch viel mehr wurde mit der „Planetenleserei“, wie sie genannt wurde, Schindluder und Wahrsagerei getrieben. Das konnten sich die kirchlichen Herren nicht bieten lassen, wie der Verbotstext aus dem Jahr 1616 belegt. Dieser Sterngucker ist die dritte Maske.