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NZ Oberkochener-Schlaggawäscher e.V. Oberkochen

Ansprechpartner:
Holm Roscher
Jägergäßle 19
73447 Oberkochen

Narrenruf: Schlagg- Hoi
weitere Infos: www.schlaggawäscher.de

Vereinsgeschichte

Vereinsgeschichte

Gegründet wurden die Schlaggawäscher am 13. Mai 1973.

Zur Erinnerung an  eine für die Entwicklung des oberen Kochertals kulturgeschichtliche bedeutende Empoche haben sich die "Schlaggawäscher" ihren Namen gegeben. Der Name "Schlagg" wird abgeleitet von Schlacke, einem Begriff aus der Eisengewinnung. Seit dem Jahre 1361 wurden im Brenztal und im Kochertal Eisenhütten betrieben. Im Jahre 1539 wird bereits urkundlich eine Hütte am Kocherursprung erwähnt - die sogenannte Schlackenwäsche, eines der ältesten Zeugen der mittelalterlichen Eisenhütten. 

Symbolfigur

Symbolfigur

Der Schlagg der Narrenzunft Oberkochen stellt einen Narren dar, der durch seinen Namen und sein Aussehen zum Einen das raffinierte, schelmische, hintergründige, pfiffige und verschmitzte Narren ausdrückt. Zum anderen mit seiner Häsgestaltung seine heimatliche und berufliche Herkunft darstellt.

Das langärmelige Häs ist aus einem Rautenmusterstoff gefertigt und in seiner Farbgebung längs geteilt. Die linke Seite ist in den Farben weiß-blau und die rechte Seite in gelb-schwarz gehalten. Wobei die Farben auch ihren Ursprung haben. So finden wir schwarz als Farbe der Schlacke, blau und gelb als Stadtfarben von Oberkochen und weiß und blau sind die Farben, die die frühere Zugehörigkeit zu der bayerischen Grafschaft Oettingen dokumentieren. Das dunkelblaue Halstuch wird von einem handgedrechselten Knopf gehalten. Der Schlagg trägt am linken Fuß einen blauen Strumpf und einen gelben Holzschuh, am rechten Fuß sind die Farben getauscht. An den Schuhspitzen ist je eine Narrenschelle angebracht. An den Händen werden weiße Handschuhe getragen, die den Umgang mit viel Wasser verdeutlichen sollen. Kränze mit Narrenschellen werden um Hals, Taille und Fußfesseln getragen.

Die Maske ist im Stil eines Hofnarren weiß bemalt und trägt freundliche Züge. Nasenspitze und Wangen sind kräftig rot gehalten, was die Liebe des Schlackenwäscher zum Most verdeutlichen soll. Den oberen Abschluß der Holzmaske bildet die geschnitzte Darstellung einer Hofnarrenkappe, wobei der Hutteil einer Bergmannskappe nachgebildet ist. Die beiden „Eselsohren“ sind an ihren spitzen Enden mit silbernen Kugeln versehen. Die rechte Hälfte ist gelb, die andere Hälfte blau bemalt. Der Hinterkopf wird durch eine braune Haarperücke bedeckt.

Maskengruppe Schlaggawäscher

Maskengruppe Schlaggawäscher

Die Maskengruppe der Schlaggawäscher stellt die etwas ärmeren Arbeiter aus der Eisengewinnung in Oberkochen dar, die Schlacke waschen. Diese waren eine harter Schlag von rauhen und zähen Burschen, die auch den typischen schwäbischen Most nicht verachteten.

Das Häs besteht aus einem jackenartigem Hemd, mit blau-weißem Rautenmuster, das die Zugehörigkeit zur bayerischen Grafschaft Oettingen ausdrückt. An den Ärmelsäumen sind Narrenschellen angebracht. Die Hose ist eine einfache, einfarbig blaue Pluderhose, wie sie früher als Arbeitshose getragen wurde. Das dunkelblaue Halstuch wird von einem handgedrechselten Knopf gehalten. Ein gelber Latzlederschurz ist um den Körper gebunden. Der Schlagga-Wäscher trägt am linken Fuß einen blauen Strumpf und einen gelben Holzschuh, am rechten Fuß sind die Farben getauscht. An den Händen werden weiße Handschuhe getragen, die den Umgang mit viel Wasser verdeutlichen sollen. Die Farben Blau und Gelb sind die Stadtfarben von Oberkochen.

Bei der Gründung der Maskengruppe Schlagga-Wäscherwar die Maske aus Pappe gefertigt. Im Jahre 1979/80 wurde sie dann durch Holzmasken ersetzt. Sie hat einen groben Gesichtsausdruck, mit stark hervortretenden, buschigen, schwarzen Augenbrauen, die die Schlacke darstellen. Ein kantiges Kinn, eine stark ausgeprägte rote Nase und ebensolche Wangen sind weitere Merkmale der Maske. Wobei letztere den großen Mostdurst der Schlaggawäscher ausdrückt. Der blaue Filzhut stellt die damalige Bergmannskappe der Erzgräber dar. Der Hinterkopf wird durch eine schwarze Haarperücke bedeckt.

Hamballe

Hamballe

Der Name Hamballe ist aus aus Erzählungen von Thadäus Troll heraus. Laut Thadäus Troll gab es einen Hans Balle welcher im Ort immer für Unruhe und Schabernack sorgte. Daraufhin haben ihn die Ortsbewohner kuzerhand als Hamballe bezeichnet.

Die Unruhe spiegelt sich in seinem Häs wieder. Das Häs des Hamballe besteht je nach Größe aus ca. 320 Stoffflecken aus blauem und gelbem Stoff mit den Maßen 35 cm x 35 cm. Leichte Schwankungen in den Farbtönen sind möglich. Diese Flecken werden im Farbwechsel an einer Spitze an das anzugähnliche Häs genäht. Es werden blaue Handschuhe und schwarze Schuhe getragen.

Die Maske der Figur des Hamballe ist lediglich an der Nase schwarz bemalt, was auf die Farbe der Schlacke hinweist. Auf dem Kopf trägt der Hamballe einen kegelförmigen Hut, der mit den gleichen Tüchern wie das Häs besetzt ist. In der Hand trägt der Hamballe einen blauen Stock, an dessen Ende blaue und gelbe Flecken befestigt sind.

Bilzhannes

Bilzhannes

Die Gruppe des Bilzhannes wurde 1997 gegründet. Grundlage für die Entstehung einer weiteren Maske der Narrenzunft Oberkochen war, das im Jahre 1810 in Oberkochen auf der Bilz, dem Fichten- und Laubwald südwestlich des Volkmarsberges ein Waldhüter, der „Bilzhannes“ gelebt hat. Matthias Wiedenhöfer, geb. 25.06.1780 war dieser besagte Bilzhannes. Er starb 1840 im Alter von 60 Jahren. Erst seit 1980 ist bekannt, dass der Bilzhannes keine Sagengestalt war, sondern wirklich gelebt hat und zudem ein urkundlich nachweisbarer Oberkochener Bürger war. Im Auftrag der Gemeinde Oberkochen hatte der Bilzhannes den Wald und das Wild zu beaufsichtigen. In den Ort Oberkochen kam er nur im Winter, um Brot und Brandwein zu holen.

Das Häs besteht aus einem rauhen, grünen Lodenkittel, besetzt mit Lederflicken, und einer derben Hose. Die dicken grünen Stulpen überdecken die halbhohen Schnürschuhe und schützen vor Wind und Wetter. Die Maske hat einen groben Gesichtsausdruck mit stark hervortretenden Wangenknochen, ein kantiges Kinn, eine stark ausgeprägte Nase und wulstige Augenbraunen. Ein schwarzer Schlapphut, struppiges, langes Haar und ein Kinnbart geben der Maske ein unheimliches Aussehen. Der krumme Knotenstock der Rucksack das Hasenfell und die Pfeife sind ebenfalls Bestandteil des Waldhüter ähnlichem Häs.

Zunftrat

Zunftrat

Die Bergmannstracht besteht aus grünem Hut mit rot/schwarzem Federbusch und Emblem der Narrenzunft, grüne Jacke mit hellem Revers, Rückenkoller und Stulpen, oldenen Knöpfen und Emblem, Weste, weiße Handschuhe, schwarze Hose.