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Narrenzunft Michelwinnaden e.V. Michelwinnaden

Ansprechpartner:
Christian Burgmaier
Fichtenstraße
88339 Bad Waldsee

Narrenruf: Bulla - Rätze
weitere Infos: www.nz-michelwinnaden.de

Allgemeines

Allgemeines Michelwinnaden liegt zwischen Bad Waldsee und Aulendorf. Das kleine Dörfchen hat heute über 600 Einwohner.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1275, damals hieß das Dörfchen Wineden. Aus dem früheren
Mittelalter stammt die einst vor dem Ort stehende Burg, die als  Dorfgemeinschaftshaus und Treffpunkt für die
örtlichen Vereine dient. Die Burg  Michelwinnaden gehörte zwischen dem 15. und18. Jahrhundert dem  Prämonstra-
tenserkloster an. Im 17. Jahrhunde rt wurde sie als Getreidmagazin und als  "Lust - und Rekreationshaus" für
die Chorherren und den Reichsabt genutzt. Später  diente die Burg als Schule und Rathaus. Seit der Gemeinde-
reform 1974 ist  Michelwinnaden ein Teil der Gemeinde Bad Waldsee.   Die Fasnet im kleinen Örtchen Michelwinnaden
hat eine Lange Tradition, wenngleich sie über die Jahrhunderte nicht in organisierter Form anzutreffen war.
Man feierte  Dorffasnet. Viel Geld war nicht vorhanden, auch ein Häs oder eine Maske waren  selten oder gar nicht
vorhanden. Doch ein Fasnetstheater wurde recht häufig  aufgeführt, dazu brauchte man nicht viel. Einen Narrenverein
in diesem Sinne gab es  lange nicht. Im Jahr 1909 veranstaltete jedoch der örtliche Radfahrverein das fasnachtliche
Spektakel im Dorf. 

Geschichte

Geschichte Die Narrenzunft Michelwinnaden wurde im Jahr 1990 gegründet. Anfänglich wurden jährlich 12 neue Maskenträger
zugelassen, später gab es dann nur noch 6 - 8 Neuzugänge. Inzwischen hat die Narrenzunft weit über 200 Mitglie-
der. Die heutige Dorffasnet gestaltet sich nicht wesentlich anders als die Fasnet früher. Der Bulla-Rätze Wird am
Dreikönigstag hergerufen.  Es gibt einen Narrengottesdienst der von den Mitgliedern gestaltet wird. Am rußigen
Freitag stellt man den Narrenbaum,  die Kinder werden aus dem Kindergarten befreit und das Narrenrecht wird in
der Burg abgeholt. Als Kehraus wird der Bulla-Rätze wieder vertrieben. Im Herbst gibt es einen gemeinsamen, ge-
selligen Nachmittag beim Schneckenstopfen. Die erste Figur der Narrenzunft ist der Bulla-Rätze. Das ist der Name
einer sagenumwobenen Gestalt, die in Michelwinnaden entstanden ist und gleichzeitig der Ausdruck für einen Kinder- und Menschenverächter.
Durch Schauergeschichten über ihn wurde früher versucht, ungehorsamen Kindern Angst einzujagen. Seinen Unterschlupf soll er im Brunnen-
holzried, besser bekannt als Urwald, gehabt haben. Es ist ein wilder Geselle mit Furcht erregendem Aussehen. 
 
Die zweite Figur der Narrenzunft ist sozusagen das Gegenstück zum wilden Bulla-Rätze. Die Brunnenhölzler stellen ruhige friedliche Menschen
dar. Um kriegerischen Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen, flüchteten sie mit all ihrem Hab und Gut ins sumpfige und weglose Brunnenholzried.
Dieses Häs ist der wechselvollen Geschichte Michelwinnadens nachempfunden. Denn heute noch sichtbar sind die Überreste der Ringwälle im
Brunnenholzried. Die "Alte Burg" im Brunnenholz mit ihren Gräben und Wällen umfasst vier württembergische Morgen Land. Im Volksmund kennt
man darüber nur dunkle Sagen von unterirdischen Gängen, Gewölben und dergleichen. Fast könnte man meinen, es sei ein gefürchteter Ort.
Diese Burg stand auf einem Moränenhügel mitten im Torfmoor und dem sumpfigen Wald. Die Größe der "Alten Burg" lässt darauf schließen, dass
sich dort viele Menschen verstecken konnten. Vermutlich in der Zeit um das Jahr 900 fanden die Bauern der Umgebung dort Zuflucht vor den
wilden ungarischen Reiterscharen, die auch bis hierher vorgedrungen waren. Mensch und Vieh hatten in der Anlage genügend Platz. Weiteren
Schutz boten die Palisaden auf den Wällen der Burg, die ohnehin im sumpfigen und weglosen Urwald kaum zu entdecken waren. Zum Brunnen-
hölzler gesellt sich inzwischen auch das passende Weible, ebenso wie er in einer dem Mittelalter nachempfundenen Kleidung.

Alle 5 Jahre findet ein Umzug statt.