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Häfler Bodenseenarren Jettenhausen e.V. Jettenhausen

Ansprechpartner:
Cornelia Nachbaur-Naulin
Postfach 1628
88006 Friedrichshafen

Narrenruf: D'Wella kommet - dugget Euch
weitere Infos: www.bodenseenarren.de

Allgemeines

Die Häfler Bodenseenarren entstanden im Jahre 1982.
Der Verein besteht aus drei Zunftgruppen, einer Schalmeiengruppe und einem Büttel.

Der Doldä-Butzer

Der "Doldä-Butzer" ist ein frei erfundenes Fabelwesen und wurde als erste Maskengruppe am 11.11.82 gegründet. Gleich in der Fasnet 1983 startete diese Figur mit 20 Maskenträgern. Der Narrenspruch unseres Vereins, "D'Welle kommet-dugget Euch", wird dieser Maske sehr gerecht, denn er ist dem Bodensee sehr verbunden. Wenn Herbststürme am See den nahen Winter ankündigen und das Leben an den Ufern zu erstarren scheint, bewacht und beschützt der "Doldä-Butzer" Fauna und Flora während der kalten Jahreszeit vor unerwünschten Eindringlingen. Während der Fasnet zeigt er durch seine mächtige Gestalt den Menschen, dass er die ihm übertragene Aufgabe ernst meint. Nach Fasnetsende schließlich begibt sich der "Doldä-Butzer" selbst zur Ruhe und lässt mit Beginn der ersten Sonnenstrahlen Fauna und Flora zu neuem Leben erblühen.

Das Wetterschrättele

Das "Wetterschrättele" ist die 2. Narrengestalt und beruht auf einer alten Sage. Zur Erntezeit sah man sie früher auf den Feldern sich mit Feldfrüchten eindecken. Jagte man sie fort, so drohte sie den Bauern mit großem Unheil. Dann bohrte das "Schrättele" mit ihrem Besen ein Loch in den Acker, sprang darum herum und murmelte dabei allerlei unverständliche Zauberformeln. Und siehe da, binnen kurzer Zeit stand ein heftiges Gewitter am Himmel, der Regen goss in Strömen und verwüstete das ganze Feld. Sie beschwor Wirbelstürme hervor, und brachte somit die Bauern um ihre gesamten Ernteerträge.

Der Kohlbachhansel

Der "Kohlbachhansel" - ein Weißnarr - ist die 3. Narrengruppe im Verein. Der Kohlbachhansel ist ein freundlicher, gutmütiger Geselle und Freund der Kinder. Er hatte immer ein wachsames Auge auf die am Bachlauf spielenden Kinder um sie vor größerem Schaden zu bewahren, dass kein Kind im Kohlbach ertrank oder im Morast stecken blieb. Er brachte auch die Leute die von Buchhorn oder Hofen sich im Dunkeln verlaufen hatten wieder auf den richtigen Weg. Wenn er ein Wimmern und Weinen zu später Stunde von kleinen Kindern hörte machte er sich sofort auf den Weg um den Ort des Klagens zu finden. Hatte er den Ort gefunden, tröstete der Kohlbachhansel das Kind indem er ihnen lustige Späße vormachte und durch sein Hüpfen das Glockenspiel die Kinder in den Schlaf versetzte. Wenn die Menschen in und um Jettenhausen leise die Glocken aus der Ferne hörten, sagten sie: "Jetzt hat der Kohlbachhansel wieder einer armen Seele geholfen, der ist schon ein guter Gesell!". Manchmal hört man noch heute in und um Jettenhausen bei Dunkelheit und Nebel sein Glockenspiel

Die Schalmeien

Nach und nach wuchs der Verein und 1988 entstand dann zusätzlich eine "Schalmeiengruppe". Die Spieler dieser Schalmeien werden aus den beiden Maskengruppen rekrutiert und spielen in der Fasnet im jeweiligen Häs.

Der Narrenbüttel

Seit 1996 gibt es einen zunfteigenen "Büttel". Er führt die Zunft bei den Umzügen an und verkündet laut den Narrenruf.