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Narrenzunft Hefigkofen e.V. Hefigkofen

Ansprechpartner:
Christian Gührer
Meersburger Str. 11
88094 Oberteuringen

Narrenruf: Hefi- - Aho
weitere Infos: www.nz-hefigkofen.de

Narrenfigur und Verein

Narrenfigur und Verein Wer könnte die Geschichte der Narrenzunft Hefigkofen besser erzählen, als der Wilde Rechbergbock, die Narrenfigur.

Landfunk Hefigkofen: Hans von Rechberg, Sie als Freibeuter und Häuptling einer Bande von Strauchdieben haben hier in der Region einst ganz schön ihr Unwesen getrieben. Erinnern Sie sich noch?

Hans v. Rechberg:Schwere dunkle Wolken waren an diesem Tag überm Land, geschoben von stürmischen Winden. Es muss im Jahr des Herrn anno 1454 gewesen sein. Wir lagerten mit rund 500 Mannen vor Buchhorn an den tobenden Wassern. Ein paar meiner Leute zogen in die Stadt und besetzten ein Tor. Weiß der Teufel, wie es geschehen konnte, dass wir zu früh entdeckt wurden und unverrichterter Dinge wieder abziehen mussten!

Landfunk Hefigkofen: Aber den Weg nach Hause auf ihre Burg Hohenrechberg bei Göppingen haben Sie auch nicht gleich gefunden.

Hans v. Rechberg: Als wir unverrichteter Dinge vom See vertrieben wurden, war uns die Wut ins Gesicht geschrieben.... so konnten wir nicht in die Heimat zurückkehren. Die kleinen Dörfer und Weiler, die auf unserem Weg lagen kamen da gerade recht! Besonders gut erinner ich mich an die Orte Turingen und Heficofen, wie sie einstmal noch hießen. Jeder der sich uns dort in den Weg gestellt hat wurde niedergemetzelt. Alles was nicht niet- und nagelfest war haben wir eingepackt. Das Vieh wurde aus den Ställen getrieben und mitgenommen. Goldstücke, Schmuck und anderer wertvoller Zierrat kam in unsere Taschen. Die reichen Pfeffersäcke aus Ravensburg waren mir und meinen Leuten eh schon immer ein Dorn im Auge und ihre kleinen Gemeinden zu plündern   ein schmaler Trost für die Vertreibung aus Buchhorn.


Landdfunk Hefigkofen: Der Legende nach, haben sie keinen Hof und kein Haus stehen lassen.....

Hans v. Rechberg:Das ist nicht nur Legende!! Kein Stein sollte auf dem anderen bleiben, so haben wir alles niedergebrannt. Ich erinner mich noch gut an die Feuerwalze und die Rauchschwaden die bis weit ins Hegau und nach Oberschwaben zu sehen waren. Nicht umsonst waren meine Mannen weithin als „wilde Böcke“ bekannt. Voller stolz sind wir wie ein Geisterheer von Dämonen und Hexen über die Fluren gezogen und haben Unheil und Verdammnis über die Bauern und braven Bürger gebracht. Die Menschen sprachen von Mutes- oder Wotansheer...nicht zu unrecht!

Landfunk Hefigkofen:Und heute treiben Sie noch immer ihr Unwesen?

Hans v. Rechberg:Ja...aber die Zeiten haben sich geändert. Brandschatzen, Raubzüge, Frauen und Kinder stehlen ist heute einfach nicht mehr in Mode. Dennoch: Jedes Jahr vom 6. Januar bis zum Aschermittwoch tauchen ich und meine Mannen wieder aus der Versenkung auf und treiben den Schalk und das Unwesen mit den Menschen.... genau dort wo wir vor mehr als 500 Jahren alles niedergebrannt haben: In Hefigkofen, Teilort der Gemeinde Oberteuringen.
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Zur Vereinsgründung:

Nach mehreren Jahren als lose Maskengruppe und der Teilnahme an diversen Umzügen im Kreis, lag im Juni 1977 die Satzung für eine Vereinsgründung vor. Im Oktober entwarf Schnitzmeister „Demeter„ aus Bad Wurzach den ersten Rohling nach Vorlage eines „Altweihergeistes“. Fieberhaft wurde nach einer historischen Begebenheit gesucht um die Maske endgültig ins Leben zu rufen. Eines stand jedoch fest: Zur Maskengründung musste auf jeden Fall der Verein in geordnete Bahnen gebracht werden. So fand am 25. Februar 1978 die Gründungsversammlung der Narrenzunft Hefigkofen e.V. statt. Der damalige Schulleiter von Oberteuringen, Albert Schlude, legte alsbald den historischen Hintergrund vor und die Figur „Wilder Rechbergbock“ war geboren.
Vollwertiges Mitglied im Alemannischen Narrenring ist die Narrenzunft Hefigkofen seit dem Herbstkonvent am 24. Oktober 1981. Nach zweijähriger Bewährungsprobe als Gastzunft sprachen sich die „Gette-Zünfte“ Narrenverein Lottenweiler e.V. und die Schwarze-Veri-Zunft Ravensburrg e.V. für eine Vollmitgliedschaft aus.