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Narrenzunft Burgrieden e.V. Burgrieden

Ansprechpartner:
Gerhard Kopp
Hauptstr. 31
88483 Burgrieden

Narrenruf: Etz guggat au ha laß me gau
weitere Infos: www.nz-burgrieden.de

Die Geschichte der Narrenzunft Burgrieden

Die Geschichte der Narrenzunft Burgrieden

Der Gedanke, eine Narrenzunft zu gründen, stammt in erster Linie von Gerhard und Angela Kopp, die Gefallen am Brauchtum und der Fasnet fanden. Die Lehrerin Maria Dietrich lieferte mit ihren niedergeschriebenen Sagen vom Riffelweible und vom Sallamale das Fundament für die Burgrieder Fasnet.

Es fanden sich schnell Gleichgesinnte, unter ihnen auch die Urheberin und „Mutter“ der sagenumwobenen Gestalten.

So wurde am 15. Mai 1993 der Verein  zur Pflege und Förderung des Brauchtums  „Narrenzunft Burgrieden“ gegründet.  Am Dreikönigstag 1994 erschallte erstmals der Narrenruf  „Etz guggat au – ha laß me gau“.

Nach zwei  Jahren  als Gastzunft  im Alemannischen Narrenring (ANR),  begleitet durch die Patenzünfte NZ Uttenweiler und NZ Schemmerhofen, ist die NZ Burgrieden seit 2002 Mitglied im ANR. 

Zur Fasnet 2004 kam die dritte Maske, der „Haldegoischt“, hinzu. Ebenfalls eine Figur nach einer niedergeschriebenen Sage von Maria Dietrich.

Zurzeit hat die NZ Burgrieden 152 Mitglieder.

Die Geschichte vom Riffelweible

Die Geschichte vom Riffelweible

Das Riffelweible hat seinen Namen von einem kleinen Waldstück, genannt „Riffelwäldle“ welches sich noch bis vor ca. 50 Jahren nahe der Ortschaft Burgrieden befand. Von diesem Wald erzählte man sich, dass es dort nicht ganz geheuer sei.

 Es isch nämlich s´ Riffelweible omganga.

Von so manchem Spätheimkehrer konnte man erfahren,  dass ihm ein kleines buckliges Weiblein mit  Glotzaugen begegnet sei, des oin uff oimol a´glotzget hot, ond dass ma desweaga koin Schritt me doa hot kenna.

Erst als das Weiblein wieder verschwunden war konnte man sich wieder bewegen und mit großem Umweg nach Hause zurückkehren.

Oft hört man in Burgrieden heute noch, von manch einer „Durstigen Seele“ die den rechtzeitigen Aufbruch aus der Wirtschaft verpasst hat, die Entschuldigung:

„Mir isch Riffelweible verkomma!“

Auch als Kinderschreck wird das Riffelweible heute noch eingesetzt und in vielen Häusern kennt man noch den Spruch:

 „Riffelweible schäpps ond kloi – laicht de bese Kender hoi“

Die Geschichte vom Sallamale

Die Geschichte vom Sallamale

Nahe Burgrieden, im Gewann der Sallawiesen hauste der Sage nach das Sallamale. Es erschien in verschiedenen Gestalten, einmal als weißer  oder schwarzer Pudel, oder auch als Schwein.

 Heute noch erzählt man sich in Burgrieden die Geschichte von dem Fuhrmann, dem das Sallamale erschienen ist, das sich unter sein Fuhrwerk hockte und sich in einer Achse verkroch. Er hingegen sei abgeworfen worden und blieb bewusstlos liegen. Als er dann erwachte war Fuhrwerk mitsamt der teuren Ladung verschwunden.

Auch vielen Fußgängern ist das Sallamale begegnet und so lange es zu sehen war konnte man sich nur mühsam  und schleppend weiterbewegen. Ma hot sich eaba beim Laufa reacht verleida müssa.

Deshalb sei es auch oft vorgekommen, dass man wegen des lausigen Pudels zu spät zum Schaffen gekommen sei und man sich erst wieder richtig fortbewegen konnte als man das Sprüchlein

        „Alle  guten Geister loben den Herrn und Meister  

                                                   die guten und die bösen, die werden die Welt erlösen“

9- oder 12-mal aufgesagt hatte.

 

 

 

 

 

Die Geschichte vom Haldegoischt von Hochstetta

Die Geschichte vom Haldegoischt von Hochstetta

Mit „der Halde“ war eine Baumgruppe gemeint, am Rande des Rottals, zum Ortsteil Hochstetten  gehörend.

 Ähnlich wie mit anderen Spukgeschichten verhält es sich mit dem „Haldegoischt von Hochstetta“.

Eine direkte Nachbarin dieser Halde wurde vor kurzem (Ende der 80iger Jahre), nach dem „Haldegoischt“ befragt. Ohne zu zögern, sprudelte es aus ihr heraus:

„Da Haldegoischt, - den hot´s freile gea, - der hot en d´r Halde dus loschiert (logiert)! Des ischt koi guater gwea!“

Tatsächlich soll „seinerzeit“ in der Halde ein Geist gehaust haben. Dies erzählten in den vergangenen Jahren noch Nachbarn und „Dagwerker“ (Tagelöhner) von früher.

Der „Haldegoischt“ war der Sage nach nicht gerade menschenunfreundlich, versuchte aber auf seine Art, die menschlichen Wesen zu ärgern, indem er stets das Gegenteil von dem tat, was gerade von ihm erbeten wurde.

Sobald es dunkel geworden war, wagte es weder ein Knecht noch sonst jemand, „scho gar koi Fraunam it“ auf den Heustock zu gehen, um Heu für die Kühe herunterzuwerfen.

Hat man dem Geist aber zugerufen:

„Alter, kei Hai ra“, so warf dieser Stroh herunter, rief der Knecht oder Stallschweizer aber: „Goischt, kei Stroh ra!“ so kam Heu herunter.

A paar Sprüchla von domols goischtret no rom:

„Kender, gand au wordle (schnell) hoi, oder, d´r Haldegoischt duat ui nei!“

„Kender, sprenget, - au - au - au - D´r Goischt hot sich scho seha lau!“

„Kender nei, Viecher nei, d´r Alt (Goischt) kommt scho von dussa (d´r Halde) rei!“